Mit Schneeschuhen aufs Goldeck – Ein Wintertraum in Kärnten

Die Anreise:
Über die Tauernautobahn nach Kärnten

In den großen Facebook-Berggruppen liest man immer wieder: Wo gibts einsame Touren in den Alpen?
Und eigentlich lautet die Antwort immer gleich: Je weiter man sich von den gängigen Urlaubsgebieten entfernt, desto ruhiger ist es auf der Tour.
Unsere Reise führt uns diesmal nach Kärnten, in die Region rund um den Millstätter See.
Mich selbst schreckt die Fahrt nach Kärnten immer ein wenig ab. Im Sommer reicht der Stau vorm Tauerntunnel schon mal bis Salzburg zurück, vielleicht komme ich deshalb viel zu selten in dieses kleine, feine Bundesland in Österreich.
Auch heute kamen wir in den Genuß eines kleinen Staus, von Salzburg bis nach Flachau gibts dank Skifahrerausflugsverkehr etwas Zeitverzögerung, spätestens ab dem Tauerntunnel ist die Autobahn aber wieder leer und so erreichen wir nach nur knapp 3 Stunden die Stadt Spittal a.d. Drau, Ausgangspunkt für die heutige Tour.

Mit dem Bergführer auf einsamen Routen auf dem „Sportberg Goldeck“ in Kärnten

Die Schneeschuh-Tour aufs Goldeck
Heute mal mit einem Bergführer unterwegs

Am Parkplatz der Goldeck-Bergbahn wartet schon unser Bergführer auf uns.
Ein Bergführer fürs Goldeck? Der bekannte Sportberg mit dem Sendemasten ist sowohl mit einem Skigebiet als auch mit einer Mautstraße Touristisch gut erschlossen. Aber ihr lest richtig.
Wir haben uns heute einen Bergführer gegönnt. Weil wir etwas „Besonderes“ erleben wollten, abseits der Touristenströme, abseits präparierter Winterwanderwege, abseits präparierten Pisten. Und eben auch abseits der Routen, für die wir uns entschieden hätten, wenn wir allein in diesem – für uns unbekannten Gebiet – unterwegs wären.

Die Goldeck-Bergbahn bringt uns in wenigen Minuten auf rund 1800 m

Die Goldeck-Bergbahn bringt uns in wenigen Minuten zur Bergstation auf rund 1800m. Zeit genug, um den Bergführer etwas kennenzulernen. Hubert Granitzer erzählt uns von seinen Touren und schnell fühlen wir uns in seiner Obhut sicher.
Von der Bergstation geht es erst einige Höhenmeter auf einer gesperrten Skiabfahrt bergab. Gesperrt ist sie hauptsächlich, weil sie ins Tal führt und die Schneegrenze im Drautal an diesem Tag etwa bei 1500m liegt.
Und somit ist es auch bereits wenige Minuten hinter der Seilbahn so schön einsam, wie wir es uns erhofft hatten.
An einer günstigen Gelegenheit verlassen wir die Skiabfahrt und gehen ins freie Gelände

einsam in unbekanntem Gelände. Mit dem Bergführer zum Goldeck

Durch lichten Bergwald führt uns Hubert sicher durch die ruhige Nordflanke des Goldecks. Eigentlich ein Eldorado für Freerider sehen wir heute aus der Entfernung unverspurte Steilhänge unter dem markanten Fernsehturm.
Ein erstes Highlight war sicherlich, als wir endlich aus dem Schatten in die wärmende Sonne kamen

Pulverschnee, Sonnenschein und unberührte Bergwiesen. Insiderwissen eines Bergführers!
mit Schneeschuhen am Goldeck unterwegs

Mit zunehmender Höhe verlassen wir den Bergwald und gelangen an eine etwas steilere Passage. Allerspätestens hier wissen wir: Ohne die Kenntnisse unseres Bergführers hätten wir uns allein hier nicht mehr weitergetraut. Und das, obwohl die Verhältnisse nicht schlecht waren. Der Schnee griffig, allerdings hart. Das Gelände stellenweise steil, eine sichere Technik ist trotz der mentalen Unterstützung unbedingt notwendig

anspruchsvolles Gelände für Schneeschuhe auf dem Sportberg Goldeck

Endlich erreichen wir den sanften Ostgrat vom Goldeck. Hubert klappt seine Steighilfe um, die anspruchsvolle Passage liegt hinter uns. Nur wenige Minuten neben uns glänzt das Gipfelkreuz des Martennock, 2039m. Das ALLERBESTE: Wir sehen lediglich zwei andere Schneeschuhwanderer.
An einem Samstag, mit strahlend blauem Himmel, guten Verhältnissen für Touren im alpinen Gelände, in Kärnten auf diesem beliebten Sportberg.

eine große Portion zufriedenheit gibts auf dem sanften, einsamen Ostgrat des Goldecks in Kärnten

Obwohl der markante Sendemast noch ein ganzes Stück entfernt ist, beruhigt uns der Bergführer und versichert uns, daß wir in rund 30 Minuten am Gipfel stehen werden.

auf dem alpinen Ostgrat zum Gipfel des Goldeck

Ein kalter Wind bläst uns von Süden ordentlich entgegen, eine namenlose Erhebung ist schnell überwunden. Links unter uns sehen wir den großen Parkplatz der Goldeck-Panoramastraße, der heute ordentlich gefüllt ist. Von ihm führt eine gewalzte Wanderroute ebenfalls zum Gipfel, unser Hubert scheint uns aber den steilen Gipfelgrat zuzutrauen.
An zwei Stellen sagt mir mein Bauchgefühl: „Hier geh ich nicht rauf“. Doch der Hubert beruhigt meine Ängste, ich geh direkt hinter ihm und schaffe somit Stellen, die ich alleine anders gelöst hätte, im Zweifelsfall über die gewalzte Wanderautobahn

am Gipfelgrat des Goldecks auf der Suche nach der besten Route

Endlich ist es geschafft. Überglücklich erreichen wir das Gipfelkreuz des Goldecks. Überglücklich und stolz. Obwohl Bergführer Hubert die Route für uns gewählt hat, an den schwierigen Stellen musste ich mich trotzdem selbst darübertrauen.
Am Gipfel eröffnet sich ein 360Grad-Blick. Im Norden und Osten die Nockberge, im Süden die Karawanken. Sichtbar sind die Dolomiten, die Karnischen Alpen und die großen Gipfel der Hohen Tauern. Die Gipfelpause ist aber nur kurz, der Wind bläst unablässig kalt ins Gesicht, nur wenige Minuten unter dem Gipfelkreuz wärmt die gemütliche Panoramahütte die Besucher des Goldecks.

Das Gipfelkreuz am Goldeck, 2142m in Kärnten

Auf den Tellern der Panoramahütte entdecken wir ordentliche Portionen zu humanen Preisen. Mein Hunger hält sich aber in Grenzen, natürlich stoßen wir mit dem Hubert auf die erfolgreiche Tour mit einem Bier an. Dieses Kärnten gefällt mir immer besser!
Weil sich aber nun langsam etwas Müdigkeit breit macht, entscheiden wir uns schnell zum Abstieg. Nach nur rund 30 Minuten im teils steilen Abstieg sind wir wieder an der Bergstation der Goldeck-Bahn und schweben gemütlich ins Tal

Fazit: Mit einem Bergführer auf das Goldeck

Reden wir nicht um den heißen Brei herum. Grundsätzlich „braucht“ man für das Gipfelglück am Goldeck keinen Bergführer. Die Goldeck-Panoramastraße ist im Winter mautfrei zu benutzen, von dort führt ein gewalzter, breiter Winterwanderweg zum Gipfel.
Wer sich aber abseits vom touristischen Trubel mal etwas besonderes gönnen mag, ist bei einem Bergführer wie Hubert Granitzer in den besten Händen.
Ich empfand ihn als sicheren Begleiter, der mir die Zeit gab, die ich brauchte. Egal ob es in steilem Gelände etwas länger dauert, oder ob ich bei Sonnenschein das 300te Foto machen wollte.

Das Hotel: Die „Villa Postillion“ in Millstatt am Millstätter See

Etwas besonderes hat sich meine Partnerin für den Abend überlegt. Wir entspannen im ****Sterne Wellnesshotel am Millstätter See.
Vom Parkplatz der Goldeck-Bergbahn sind es nur knapp 20 Minuten mit dem Auto, und auch wenn ich tagsüber schon einige Male staunen durfte, das Hotel ist der perfekte Abschluß des heutigen Tages.
Unser Zimmer ist im 4ten Stock. Suite nennt man das wohl. Die Sonne lacht ins Zimmer und vom Bett streifen die Blicke über den See in die Berge. Möglich ist dies, weil kein Holzgeländer den Blick in die Umgebung versperrt, nein, der Hotellier hat Glasscheiben für den Balkon benutzt. Was für ein Luxus!

unsere Suite in der Villa Postillion in Millstatt am Millstätter See
Was für ein toller Balkon in unserem Hotel

Während meine Freundin noch ein paar Runden im beheizten Außenpool schwimmen geht, ist es bei mir nach der Autofahrt und der Bergtour Zeit für einen Mittagsschlaf…

Verwöhnt wird man in dem Hotel nicht nur mit den tollen Wellnessmöglichkeiten. Auch den Mahlzeiten bleiben keine Wünsche offen. Ob das nun das perfekt gegarte und zarte Stück Fleisch ist oder das frisch zubereitete Omlette zum Frühstück.
Wir lassen die vielen Highlights des Tages nochmal Revue passieren und bereiten uns am morgen auf die Tour auf den Mirnock vor, aber das ist eine andere Geschichte!

Skitouren in Reit im Winkl: mit dem Linien-Bus nach Seegatterl

Parkplatzgebühren für Skitourengeher? Es geht auch anders…

Die Idee, mal den öffentlichen Nahverkehr für eine Skitour zu benutzen, gab es schon länger im Kopf. Erst letztes Jahr.. als der Andrang zum Parkplatz Seegatterl wieder besonders groß war, stehe ich im Stau, mein Auto verbraucht teuren Sprit und genau hinter mir steht auch der Bus 9506 im Stau. Da kann man schon mal darüber nachdenken, ob man am eigenen Verhalten etwas ändern mag.

Allerdings – die eigene Bequemlichkeit – die Unabhängigkeit, die Flexibilität mit dem eigenen Auto.. es gibt viele Gründe, sich ins Auto zu setzen anstatt den Bus zu nehmen.

Als dann im Herbst bekannt wurde, daß der Pistenbetreiber den Parkplatz Seegatterl vom Forst im Winter gepachtet hat und für Wintersportler, welche die Seilbahn nicht benützen, eine Parkgebühr in Höhe der „einfachen Bergfahrt“ einfordert, war es endlich so weit.
Es gibt einen tatsächlichen Grund, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

Doch zunächste die Ernüchterung. Beim Blick in den DB-Navigator fällt auf:
Der Bus 9506, also der Linienbus von Ruhpolding über Seegatterl nach Reit im Winkl, war zum Zeitpunkt der Planung nicht nicht in der App zu finden.

Auf eine Nachfrage, warum der Bus nicht in der beliebten App zu finden ist antwortet der Regionalverkehr Oberbayern per email wie folgt
Zitat:
„Wenn das Fahrzeug nicht mit RBL ausgestattet ist, können wir diesen über die App nicht abgreifen. Das würde dann für Verwirrung sorgen. Der gültige Fahrplan ab 14.12.2019 bis 13.04.2020, haben Sie auf unser Internetseite ja bereits gesehen. Die Linie wird auch im Winter durchgeführt.“

Den Fahrplan finde ich dann u.a. über diesen Link (im freien Feld die Busnummer 9506 eingeben). Der Fahrplan wird ausgedruckt, in Folie wasserdicht eingeschweißt und landet im Rucksack, ein weiterer Fahrplan landet an der Pinnwand zu Hause. (Mittlerweile ist der Bus über den DB-Navigator abrufbar, wer weiß schon wie lange das so sein wird…)

der wasserdicht verschweißte Busfahrplan steckt im Rucksack

Nach längerer Krankheitspause wars dann am Mittwoch, den 15. Januar 2020 endlich soweit. Die zweite Skitour des Jahres, mit dem Bus zum nur knapp 20 km entfernten Parkplatz am Skigebiet Winklmoos/Steinplatte.

Wie packe ich meinen Rucksack?

Schon die Vorbereitung sorgt für ein durcheinander im Kopf.
„Normalerweise“ kommt in den Rucksack die Kleidung, die ich am Gipfel der Skitour auswechseln möchte.
Die Kleidung, die ich am Parkplatz anziehe kommt zusammen mit den Skischuhen in einen Einkaufskorb, mit „normaler“ Kleidung sitze ich im Auto (und hab somit nach der Tour auch wieder trockene Kleidung im Auto an)
Das gewohnt eingespielte Prinzip klappt mit dem Bus natürlich nicht.

Da ich im heimischen Ruhpolding aber doch eine gewisse Strecke zur Bushaltestelle zu bewältigen hab, brauch ich das Auto, um zum Bahnhof zu gelangen.
Also.. wird die Kleidung, die ich im Aufstieg trage, sofort angezogen, die Skischuhe ziehe ich am Park&Ride Parkplatz in Ruhpolding am Bahnhof an.

Das doch völlig ungewohnte Packverhalten kostet mich – unrutiniert – eine Busverbindung. Die anvisierte 9 Uhr verbindung schaffe ich nicht, zum Glück fährt schon um halb 10 der nächste Bus.

Mit dem Linienbus 9506 von Ruhpolding nach Seegatterl

gähnende leere im Bus 9506 zum Parkplatz am Skigebiet Winklmoosalm

Endlich, der Bus kommt, ich darf problemlos mit den Ski einsteigen, gemütlich rollen wir ins 3-Seen-Gebiet. Ein Zeitverlust während der Fahrt findet nicht statt, der Bus fährt in der üblichen Kolonne mit.
Platz ist im Bus an diesem Mittwoch genügend, obwohl der erste Tag vom Biathlon-Weltcup ist, ist der Bus bis zum Biathlon-Zentrum knapp halb voll, danach sind bis zum Parkplatz vom Skigebiet lediglich noch 3 Fahrgäste im Bus.

Die vereiste Aufstiegsroute zu den Dürrnbachalmen

Skitour zur Lembergschneid

Auf die Minute pünktlich erreicht der Bus um 09:57 Uhr den Parkplatz in Seegatterl. Spontan entscheide ich mich für die Skitour zur Lembergschneid.
Über die Aufstiegsroute im kalten Graben des Dürrnbach – heute ist die Aufstiegsroute schwierig zu begehen, eine Mischung aus Schneemangel und starker Vereisung fordern eine sichere Aufstiegstechnik – erreiche ich endlich die sonnigen Almen der Dürrnbachalm.

der tolle Blick auf das winterliche Dürrnbachhorn an den Dürrnbachalmen

Wie sehr hatte ich mich auf diesen Augenblick wochenlang gefreut. Der Blick auf den großen weißen Hang vom Dürrnbachhorn ist – wenn man den dunklen und kalten Wald verlässt – immer wieder ein toller Anblick. Leider macht sich die mangelnde Kondition bemerkbar. An den Dürrnbachalmen aufzugeben ist aber keine Option, und so muß ich mich bis zu meinem Ziel noch etwas durchbeißen.

An der Aufstiegsroute sieht man die Bergstation vom Nostalgie Sessellift, dahinter die Berchtesgadener Alpen

Umso schöner ist es dann an dem kleinen Latschengipfel etwas unterhalb vom Dürrnbachhorn. Den Gipfel der Lembergschneid auf 1.597 m ziert kein Kreuz, trotzdem genieße ich die tolle Aussicht.

Gipfelglück am höchsten Punkt der Lembergschneid mit Blick auf die Ruhpoldinger Hausberge

In der Abfahrt warten diverse Schneesorten auf mich, etwas Bruchharsch im Schatten, etwas Frühlings-Sulz am sonnigen Südhang und etwas eisiges.. in der Waldpassage zur Winklmoosalm.

Licht und Schatten sorgen für unterschiedliche Schneesorten in der Abfahrt
in der Sonne wartet frühlingshafter, weicher Firn in der Abfahrt

Auf der Winklmoosalm steuere ich den Sessellift des Roßalmliftes an. Für eine kleine Gebühr kann ich eine Einzelfahrkarte kaufen und komme mit Hilfe des Sesselliftes zur Bergstation. Über die üblichen Skiabfahrten gelange ich zur Talabfahrt, die heute wegen Schneemangels offiziell gesperrt ist, zum Parkplatz Seegatterl.

mit Hilfe des Roßalmliftes erreichen Skitourengeher die bequeme Talabfahrt zum Parkplatz Seegatterl

Die Rückfahrt mit dem Bus vom Parkplatz Seegatterl nach Ruhpolding

Tja.. obwohl ich am Gipfel auf den Busfahrplan geschaut hab… bin ich um 15:07 Uhr am Parkplatz Seegatterl, der Bus fährt stündlich zur vollen Stunde (unter der Woche stündlich, am Wochenende nur alle 2 Stunden), mein „Aufenthalt“ beträgt somit 53 Minuten.

Zum Glück hat die Seegatterlalm geöffnet, eine etwas rustikale Gaststätte am Parkplatz, die weniger bayrische Gemütlichkeit, als vielmehr eine Art Tiroler Apres-Ski-Ambiente anbietet. Das Weißbier schmeckt aber trotzdem, ich sitze in einem warmen Gasthaus und so kann dort die Zeit bis zum nächsten Bus überbrücken.

Der Bus für die Rückfahrt kommt pünktlich und ich genieße eine der wenigen wirklichen Vorteile dieses Unternehmens. Ich stell mir den Wecker am Handy und mache ein Nickerchen, während mich der Busfahrer nach Ruhpolding fährt. Zur Rückfahrt ist der Bus halb voll, ich bin der einzige Gast mit Ski, ansonsten sind nur noch einige Urlauber im Bus.

Das Fazit:

Tja… „fahr doch mit dem Bus“… kostet vermutlich ähnlich viel wie die Parkplatzgebühr. Die Tageskarte im RVO kostet 10,40€, das Weißbier an der Seegatterlalm 4,10€. An- und Abreise verschlingt Zeit, dafür spare ich mir meine eigenen Spritkosten.

Es geht mir nicht darum, Parkplatzgebühren zu kritisieren. Skitourengehen ist ein Trendsport geworden und was sich teilweise auf Pisten abspielt, sehe ich selbst äußerst kritisch.

Mir geht es hauptsächlich darum: Wofür gebe ich mein Geld lieber aus, wie beende ich den Tag mit einem guten Gefühl für mich. Ich gebe mein Geld lieber für einen Bus und ein Weißbier aus, anstatt Geld für einen Parkplatz auszugeben. Auch wenn die Summe irgendwie ähnlich ist.

Bergsteigen in den Lienzer Dolomiten an der Weittalspitze 2539m

Durch den schneereichen Winter 2018/2019 waren viele höhere Ziele in den heimischen (ua. Berchtesgadener Alpen) Bergen Ende Juni durch den Altschnee nur erschwert zu besteigen.
Umso erfreuter war ich, in einer Facebook-Gruppe ein Foto zu finden, mit einem aussichtsreichen 2500er, das Foto ließ eine weitestgehende „schneefreiheit“ in dem Gebiet vermuten. Google half mir das Gebiet zu finden, meine „Kompass-Wanderkarte 47 – Lienzer Dolomiten“ half mir, eine für uns passende Tour zu finden.

Wir starten am Parkplatz „Klammbrückl“, einem kleinen Parkplatz auf rund 1100m. Den Parkplatz erreichen wir über eine kleine Holzbrücke, von Lienz kommend Richtung Sillian geht es rund 2 km hinter Leisach links über die Drau. Es folgt eine steile, enge, geteerte Bergstraße, die später in einen grobschottrige Bergstraße übergeht. An einer Schranke finden etwa 15 Autos einen Stellplatz.

Parkplatz Klammbrückl in den Lienzer Dolomiten

Der Weg zur Kerschbaumer Alm ist gut beschildert. Zuerst führt ein steiler Waldsteig (man könnte auch den Fahrweg nutzen) nach oben, später treffen wir auf den eben erwähnten Fahrweg. Nach etwa einer Stunde überqueren wir eine Furt. Ich liebe das Hochgebirge an diesen heißen Sommerwochenenden. Während man auf manchen Routen oft literweise Wasser mit sich herumschleppt, freuen wir uns auf dieser Tour immer wieder über Trinkgelegenheiten, aus Bächen, Quellen oder wie in diesem Fall über einen kleinen Wasserfall.

wir überqueren einen Bach im Kerschbaumer Tal und freuen uns über eine Abkühlung

Auf rund 1500 hm endet der Fahrweg an einer Materialseilbahn. Weiter geht es über einen nun doch etwas steileren Bergweg. Die Gespräche werden weniger, es wird ruhiger, wir werden langsamer. Die deutlich sichtbare Geländestufe wird über steile Serpentinen erreicht. Mal im Wald über Wurzeln, mal etwas steiniger bringt uns der Weg Schritt für Schritt näher an die Kerschbaumer Alm heran

die Geländestufe überwinden wir auf einem steinigen Bergsteig

Ein gelbes Wanderschild mit der Aufschrift „Kerschbaumer Alm, 15 min“ lässt uns erst zuversichtlich werden, daß der Aufstieg an diesem heißen Freitagnachmittag langsam ein Ende nimmt. Gestartet sind wir bei 30 Grad am Auto, und auch wenn der Weg um 15 Uhr schon größtenteils im Schatten liegt, freuen wir uns doch sehr, daß es langsam ein Ende nimmt.
Doch… wir erreichen lediglich den Zaun der Kerschbaumer Alm in 15 Minuten. Von hier zieht es sich noch eine gefühlte Ewigkeit bis zur kleinen, feinen Schutzhütte des Österreichischen Touristenklubs, ÖTK Gruppe Lienz.
Und auch wenn es sich hier jetzt etwas zieht … können wir uns unser Glück kaum fassen. Welch ein wunderschönes Flecklein auf dieser Erde dürfen wir heute für uns entdecken. Grüne Almwiesen werden von Schafherden beweidet. Der Bach plätschert fröhlich vor sich hin und seit dem Auto sind wir immerhin schon einem einzigen Bergsteiger begegnet. Wir betreten die etwas ruhigere Seite der Lienzer Dolomiten.
Etwa 2,5 Stunden nach dem Start am Parkplatz erreichen wir dann endlich das Kerschbaumer Alm Schutzhaus. Die Hütten-Wirtin Beate Moroder empfängt uns mit unseren Vornamen. Was für ein Empfang. Sofort fühlen wir uns „zu Hause“. Die kleine Schutzhütte hat Platz für 30 Übernachtungsgäste, neben einer kleinen Gruppe sind wir für die heutige Nacht die einzigen, die sich noch angemeldet hatten. Und trotzdem stell ich die Frage.. habt ihr es schon mal erlebt, daß ihr an einer für euch fremden Hütte mit dem Vornamen empfangen wurdet?

die Kerschbaumer Alm Schützhütte des ÖTK Lienz

Wir beziehen unser feines Zimmerlager. Eigentlich ein 3er Lager, wir dürfen es aber für uns alleine nutzen. Alles in dem Haus ist fein durchdacht. Egal wo wir hintreten, überall spüren wir, mit wie viel Liebe die Hüttenwirtin ihrer Aufgabe nachgeht. Das Abendessen besteht für mich aus gerösteten Speckknödeln mit Spiegelei. Genau das richtige für einen anspruchsvollen Bergtag morgen, geschmacklich wars zum dahinschmelzen. Dazu die tolle Aussicht von der Hüttenterasse auf die Felsen, welche die Kerschbaumer Alm einrahmen.

Zimmerschlüssel in unserem Lager

Frühstück gibts für uns um 7 Uhr. Wurst, Käse, Marmelade, dazu eine ganze Kanne Kaffee für uns beide. Kein Hüttenfrühstück einer 100-Mann-Alpenvereinshütte mit allem Pipapo, das man auch in diversen Hotels serviert bekommt, aber trotzdem ein Frühstück das mit Liebe serviert wird und satt macht für einen tollen Bergtag.
Ich brauch auf einer Hütte keine 3 Müsli-Sorten, keine 3 Joghurt Sorten, manchmal empfinde ich „weniger“ als „mehr“.

steile Bergwiesen auf dem Weg zur Weittalspitze

Der Weg zur Weittalspitze ist Anfangs mit rund 2,5 Stunden ausgewiesen. Was haben wir dafür für einen Traumtag erwischt. Das Blau des Himmels strahlt mit dem Grün der Wiesen um die Wette, in der Ferne blöken Schäfchen mit ihren Lämmchen um die Wette und wir gewinnen völlig einsam in diesem – von steilen Felswänden eingerahmten – Kessel Meter um Meter.
An einer Weggabelung geht es mit gelben Schildern markiert rechts zum Hollebachtörl und Spitzkofel, lediglich unser linker Weg ist nicht beschildert. Wegmarkierungen und Steinmänner sind aber eindeutig, es geht auch mal ohne das gelbe Schild.

wir nähern uns dem felsig, gerölligen Weg zum Weittalsattel

In einer großen Linkskurve nähern wir uns den Geröllhängen. Was aus der Entfernung irgendwie seltsam aussieht – es ist kein wirklicher Steig aus der Ferne erkennbar – entpuppt sich bei näherem herantreten als gut begehbar.
Trittspuren im Geröll zeichnen sich ab, ein Steig ist fast immer erkennbar, das allerbeste aber ist… der Steig ist alle paar Meter mit roter Farbe markiert.
Es ist geröllig, manchmal rutscht man ein Stück zurück, ein Versteigen ist aber mit etwas Aufmerksamkeit kaum möglich.
Je näher wir dem Wandfuß kommen, desto steiler wird das Gelände. Trittsicherheit und ein gewisses Maß an Schwindelfreiheit in den Geröllhängen ist hier sicherlich von Vorteil

im steilen Aufstieg zur Weittalscharte blicken wir hinunter auf das Gebiet der Kerschbaumer Alm

Je näher wir dem Weittalsattel kommen, desto mehr stellt sich das Gelände auf. Die letzten Meter brauchen wir etwas die Hände, lose Steine unter den Schuhen, steiles Gehgelände, wenigstens greifen die Hände in festen Fels. Wir sind froh, völlig allein zu sein. Obwohl wir vorsichtige Bergsteiger sind lässt sich hier ein gelegentlicher Steinschlag nicht völlig vermeiden, die Steine purzeln allerdings selten weiter als ein paar Meter.

Schatten im steilen Geh-Gelände auf dem Weg zum Weittalsattel
die letzten Meter zum Weittalsattel sind bestens markiert, das Foto sieht schlimmer aus, als es tatsächlich ist

Tja.. und dann.. am Weittalsattel. Was soll ich euch sagen. Die Augen wissen eigentlich kaum, wo sie zuerst hinschauen sollen. Geradeaus zum Karnischen Hauptkamm, dort wo wir letzten Herbst so ein tolles Wochenende hatten? Oder zurück, zu den Felsgipfeln der Lienzer Dolomiten und den schneebedeckten Gipfeln der Schobergruppe im Norden?
Am besten blicken wir links hinauf, vom Gipfel trennt uns noch ein steiler Hang, immer wieder markiert, manchmal verliert sich der Weg etwas im Geröll, trotzdem finden wir gut nach oben

200 hm trennen uns noch vom Gipfel der Weittalspitze

Der steile Gipfelhang geht noch mal gut in die Beine. Es ist das erste Hütten-Berg-Wochenende für uns in diesem Jahr, das steile Geröll verlangt stramme Wadeln. Spätestens nach diesem Berg hat man die dann auch.
Um kurz nach 10 Uhr stehen wir staunend am Gipfelkreuz. Obwohl der Gipfel von seiner anderen Seite durch einen Klettersteig erschlossen ist, genießen wir die Aussicht auf diesem Grenzgipfel heute mal für uns alleine.
Bestiegen von Osttirol sitzen wir vielleicht schon in Kärnten. Kein Mensch ist zu sehen, nur Berge, Berge, Berge.
Sonnig ist es, ein frisches Lüftlein weht, wir finden aber einen windgeschützten Platz am Kreuz und staunen, staunen, staunen.

Gipfelkreuz Weittalspitze in den Lienzer Dolomiten
Blick von der Weittalspitze auf die zahlreichen Gipfel in Kärnten
Ruhe am Gipfelkreuz, im Hintergrund die Felsen vom Spitzkofel, rechts die schneebedeckten Gipfel der Schobergruppe

Gerade als wir aufbrechen wollen (wir haben doch einen gehörigen Respekt vor dem Abstieg) kommt der Hans über den Klettersteig zu uns herauf. Der Bergsteiger erzählt uns, daß er hauptberuflich Klettersteige pflegt. Angestellt beim Tourismus Osttirol besteigt er die Gipfel. Gestern steile Gipfel im Bereich der Karlsbader Hütte (er erzählt uns, daß er da eine 27kg schwere Bohrmaschine hochgetragen hat, um lose Haken neu zu fixieren), heute ist er auf der Weittalspitze unterwegs, später noch am Spitzkofel, morgen geht der den Klettersteig an der Großen Kinigat.
Was für eine atemberaubende körperliche Meisterleistung von ihm, was für ein Glück, daß er es kann, und was für ein Glück für Ihn, daß er in so einer Umgebung „arbeiten“ darf.
Für uns wars übrigens auch Glück, er macht ein paar tolle Erinnerungsfotos von uns beiden mit dem Gipfelkreuz, er wird uns mit seinen kurzen Geschichten und Anektoten in Erinnerung bleiben.

zurück an der Kerschbaumer Alm Schutzhütte, vorbei an blökenden Schäfchen

Vor dem Rückweg (der selbe, den wir hinaufgegangen sind) hatten wir großen Respekt. Das ganze Geröll, im Aufstieg immer wieder weggerutscht, der steile Abschnitt unter dem Weittalsattel. Und trotzdem hat sicher der Abstieg Schritt für Schritt in Wohlgefallen aufgelöst. Es ist mit Sicherheit das falsche Gelände, um 10 Schritte vorauszudenken, aber Schritt für Schritt, hochkonzentriert, Steinschlag vermeidend – kommen wir doch gut wieder hinunter. Im Aufstieg hatten wir noch ein kurzes hartes Schneefeld, selbiges lies sich im Abstieg über Geröll seitlich gut umgehen und dann waren wir zur besten Mittagszeit wieder auf „unserer“ Hütte.
Leider konnten wir hier nicht erneut schlafen, die 2te Nacht verbringen wir auf der Karlsbader Hütte. Und eigentlich wollten wir nur das zurückgelassene Gepäck aufsammeln und weitergehen.
Aber es war wie am Vortag. „Toni, Steffi, seid ihr wieder da? Wie wars denn, was wollt ihr denn trinken“.
Tja.. und ohne groß nachzudenken sprudeln Worte aus meinem Mund und ich sitze kurze Zeit später mit meinem alkohlfreien Weißbier und dem frisch gebackenen Schokokuchen unter einem Sonnenschirm.
Allzulang wollten wir aber nicht bleiben, zur Karlsbader Hütte sind es rund 2,5 Stunden, 350 hm rauf zum Kerschbaumer Sattel, auf der anderen Seite steil hinunter um dann nochmal 100 hm zur Karlsbader Hütte aufzusteigen. Hier betreten wir eine völlig andere Welt.

in den steilen Serpentinen heizt sich der Weg in den Latschen unangenehm auf, trotzdem erfreuen wir uns am tollen Blick zur Kerschbaumer Alm, die Hütte befindet sich in dem grünen Fleck in der Bildmitte
steile Serpentinen führen jenseits des Kerschbaumer Törls hinab
ein letztes Mal bergauf für heute, unschwierig geht es weiter zur Karlsbader Hütte

Wie gesagt. Wir betreten eine andere Welt. Keine schlechtere Welt, nur eben „eine andere“. Das Gebiet der Karlsbader Hütte ist für seine zahlreichen Klettersteige berühmt. Die Hütte hat Platz für 90 Gäste, sie wird voll sein, der kürzeste Anstieg vom Parkplatz an der Dolomitenhütte (Mautstraße von Lienz) beträgt 650 hm. Größere Gruppen können sich ihre Ausrüstung mittels eines Busses zur Hütte liefern lassen. Das muß nicht schlecht sein, wir sehen eine größere Gruppe mit Kindern aus Rheinland-Pfalz, vermutlich von einer DAV-Gruppe organisiert, für die Erwachsenen wäre es unmöglich, die ganze Ausrüstung für die Kinder zur Hütte zu bringen.
Und trotzdem für uns – nach der Nacht auf der Kerschbaumer Alm, gefühlt ein anderes Universum.

Schnee und Eis im Laserzsee an der Karlsbader Hütte

Wir hatten gut geplant. Wir erreichen die Karlsbader Hütte gegen 15 Uhr. Zeit für ein Mittagsschläfchen, mit viel Glück konnte ich vor 2 Tagen noch ein 2er-Zimmer reservieren.
Zeit, um den See zu erkunden, Zeit … um einfach auf der Terasse zu sitzen, zu schauen, zu Atmen, zur Ruhe zu kommen. Zeit eben
Und obwohl wir hier in dieser anderen Welt sind, bleibt es eine tolle Welt, obwohl es hier auch viele Tagesgäste gibt, bleibt das Hüttenpersonal freundlich, hat immer ein Lächeln im Gesicht, mir bleibt auch hier kein Wunsch unerfüllt.
Apropos Wünsche. Bis hierher hatte ich die Tour geplant. Den Aufstieg gestern, den Gipfel heute, den Übergang zur 2ten Hütte. Und dann braucht man eben auch eine Portion Glück, Glück, das man nicht plant und trotzdem zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu finden ist.
Der Sonnenuntergang ist traumhaft. Wir sind müde, bezahlen die Rechnung, gehen ins Bett.

Sonnenuntergang am 30.06.2019 an der Karlsbader Hütte

Beim Zäheputzen schauen wir nochmal müde aus dem Fenster.. und .. hey, was ist das? Da bewegt sich noch was auf den felsigen Gipfel rund um die Hütte!
Was haben wir für ein Glück, genau heute sind in die Tirol die traditionellen „Herz-Jesu-Feuer“. Und wir hätten es fast verschlafen!
Schnell sind wir wieder auf der Terasse und je dunkler es wird, desto mehr kleine rote Punkte tauen in der Ferne auf, und sogar auf den Gipfel rund um die Hütte brennen diese traditionsreichen Feuer

schwer zu erkennen, schwer zu fotografieren, die „Herz-Jesu-Feuer“ an der Karlsbader Hütte

Mit diesem tollen Erlebnis fallen wir zufrieden und totmüde in unser Stockbett, bis dann morgens der Wecker klingelt.
Das Frühstück… bietet dann alles, was ich gestern „nicht“ vermisst hatte. Aber weil es dann eben Vorhanden ist, genieße ich es auch. Diverse Wurstsorten, Käse, Joghurt, Müsli nur eins ist gleich wie beim Frühstück gestern. Kaffee gibts, soviel wir wollen. Toll!
Für uns wird es Zeit zu gehen. Die unendlich vielen tollen Eindrücke, keine 48 Stunden sind wir hier in diesem tollen Gebiet. Wir schießen noch ein paar Erinnerungsfotos am Laserzsee ehe wir uns auf den Weg zur Dolomitenhütte machen.
Diese erreichen wir über diverse (beschilderte, markierte) Abkürzungen zum Fahrweg, spätestens an der Kapelle an der Insteinhütte (ein Ort zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege) treffen wir dann auf den Fahrweg und von hier ist es nicht mehr weit zum Hotel der Dolomitenhütte

die Berge spiegeln sich im Laserzsee
Schnee und Eis im Laserzsee an der Karlsbader Hütte
Abschied von der Karlsbader Hütte
Kapelle für die Gefallenen und für die Heimkehrer der beiden Weltkriege
ein Hotel, Schlafzimmer mit Panoramafenster: Die Dolomitenhütte trohnt auf dem Fels

An der Dolomitenhütte gibts noch eine kurze Pause. Kaffee und Schiwasser sind unerwartet preiswert, keine 5 € bezahlen wir und dürfen uns im Liegestuhl auf der Sonnenterasse vor dem letzten Abstieg ausruhen.
Ein kleines „Zuckerl“ liegt noch vor uns.
Die beiden Parkplätze an der Dolomitenhütte und unserem Parkplatz am Klammbrückl verbindet der Weg Nr. 12a, auch als „goggl-Weg Richtung Amlach“ beschildert. Ein kleiner, feiner, aber sehr steiler Waldsteig führt uns 500 hm nach unten. Während die letzten Bergwege fast ausnahmslos steinig und fest waren, gibt der weiche Waldboden unter jedem Schritt ein wenig nach. Was für ein Genuß für die müden Muskeln, für die Gelenke, die so tolles Geleistet haben die beiden Tage. Eine beschilderte Abzweigung führt uns schließlich über den „F.Lerch-Weg“ zurück zum Auto. Über Brücken, teils ausgesetzt im steilen Bergwald queren wir zum Parkplatz hinüber. Die Müdigkeit steigt, die Konzentration sinkt, Fehler sollten auf dem schmalen Pfad allerdings trotzdem nicht allzuviele passieren.

steil auf weichem Waldboden, der „Weg 12 A zum Parkplatz Klammbrücke“
Brücken-Passage an der Querung im „F-Lerch-Weg“ auf dem Weg zum Klammbrückl

Hier endet unser tolles Abenteuer in den Lienzer Dolomiten. Weil wir am Sonntag Mittag nach Hause fahren, geht die Rückreise aus Osttirol ziemlich schnell, bevor alle anderen sich nach einer Bergtour alle gemeinsam ins Auto setzen.. sitzen wir schon wieder zu Hause, trinken Kaffee, verarbeiten die tollen Eindrücke… von UNSERER BERGZEIT, in den Lienzer Dolomiten

Von Hochfilzen aufs Grießner Hochbrett, 2470m in den Leoganger Steinbergen

Die Tour auf das Grießener Hochbrett stand relativ lang auf der To-Do-Liste.
Entstanden in langen Wintermonaten, beim studieren der Wanderkarte. Das Gipfelkreuz wurde entdeckt, der rote gestrichelte Wanderweg auch, aber die Berichte im Internet doch eher noch spärlich.
Jetzt hat die Fitneß gepasst, Freunde waren schnell begeistert und so treffen wir uns um 6 Uhr, um gemeinsam nach Hochfilzen zu fahren. Weiterlesen „Von Hochfilzen aufs Grießner Hochbrett, 2470m in den Leoganger Steinbergen“

„Mein“ Weg auf den Similaun (3606m)

Vor etwa einem Jahr reifte die Idee, im Sommer etwas „besonderes, einzigartiges“ Erleben zu wollen. In einigen Wochen wollte ich im Rahmen meiner Freunde meinen 40ten Geburtstag feiern.
Bekanntlich sind meine Grundvorraussetzungen ja etwas anders. Eine Mukoviszidose und mittlerweile auch die Diabetes bestimmen mein Leben.
Die Geburtstagsfeier war lustig.. und mit Alex hab ich so nebenbei besprochen, daß ich im Sommer mal einen Bergführer brauchen könnte…
Von Januar bis August ist bekanntlich viel Zeit… wechselnde Gesundheitszustände verkürzen die Zeit. Im Juni besteige ich das Hocheck am Watzmann als Tagestour.. einige Tage später muß ich am Persailhorn einige Meter unter dem Gipfel aufgeben.
Das anvisierte Wochenende nähert sich… richtig vorbereiten kann ich mich allerdings nicht. Das Wetter spielt nicht mit.
Gestartet sind wir dann nach dem Motto… „wir schauen uns das ganze mal in Ruhe an und entscheiden vor Ort, wo wir hingehen werden“ Weiterlesen „„Mein“ Weg auf den Similaun (3606m)“

Steinplatte über Wieslochsteig

Es ist mal wieder Samstag und obwohl es eigentlich sonnig werden sollte, trüben graue Wolken den bayrischen Berghimmel.
Lange überlegen wir, ob sich die Anfahrt nach Waidring lohnt.. oder ob wir nicht einfach auf die Hörndlwand gehen. Schließlich ringen wir uns doch durch und dann gehts auch schon los… Weiterlesen „Steinplatte über Wieslochsteig“

Hirschangerkopf (Reichenhaller Hochthron), (1769m)

Endlich stand mal wieder eine Tour auf dem Programm, die unterwegs mein Herz doch deutlich berührt hat
Die Runde ist im Prinzip schnell erklärt, wir starten am Latschenwirt, steigen zur Klingeralm auf, queren zum Vierkaser und nach einem kurzen Gipfelabstecher gehts über das Bruchhäusel zurück zum Auto.
Na ja.. ganz so schnell gings dann doch nicht…. Weiterlesen „Hirschangerkopf (Reichenhaller Hochthron), (1769m)“